Es gibt ein Buch das ich jedem empfehle der sich mit finanzieller Freiheit beschäftigt — aber es hat nichts mit Geld zu tun.
Big Five for Life von John Strelecky.
Die Grundidee ist simpel: Wie Touristen auf Safari die Big Five sehen wollen — Löwe, Elefant, Büffel, Leopard, Nashorn — hat jeder Mensch fünf große Erlebnisse die er vor seinem Tod erlebt haben will. Nicht Ziele im klassischen Sinne. Erlebnisse. Momente. Dinge die sich richtig anfühlen.
Strelecky stellt eine einzige Frage: Warum bist du hier?
Das Museum-Konzept
Stell dir vor dein Leben ist eine Ausstellung in einem Museum. Was hängt an den Wänden? Welche Momente, welche Erlebnisse, welche Menschen?
Wenn du am Ende deines Lebens durch dieses Museum gehst — bist du zufrieden mit dem was ausgestellt ist?
Das ist keine theoretische Frage. Es ist die ehrlichste Frage die du dir stellen kannst. Und die meisten Menschen weichen ihr aus — weil sie Angst haben vor der Antwort.
Nicht alles auf später verschieben
Einer der stärksten Gedanken im Buch: Verschieb deine Big Five nicht auf später.
Nicht bis du genug Geld hast. Nicht bis die Kinder groß sind. Nicht bis du in Rente bist. Das Leben passiert jetzt — nicht irgendwann.
Ich hab das selbst erlebt. In meiner Jugend hab ich gelebt — wirklich gelebt. Motorrad gefahren, rasant, Tempolimit egal. Mehr als einen Unfall gehabt, einmal das Motorrad komplett geschrottet. Mehr als ein Schutzengel muss dabei gewesen sein.
Ich hab weitergemacht — aber mit einer Bedingung: Beim nächsten Unfall höre ich auf.
Irgendwann ist er passiert. Und ich hab Nägel mit Köpfen gemacht.
War das der richtige Moment um aufzuhören? Wahrscheinlich früher wäre klüger gewesen. Aber der entscheidende Punkt ist: Ich hab gelebt. Ich war mal kurz davor zu ertrinken — und in diesem Moment hab ich gedacht: War das jetzt alles? Und dann: Nein. Das Leben war schön bis dahin. Es sollte weitergehen.
Das ist der Big Five Gedanke. Nicht das Leben auf später verschieben — aber auch nicht rücksichtslos draufgehen. Sondern bewusst entscheiden was du erleben willst.
Wie sich die Big Five verändern
Was mich an Streleckys Buch besonders fasziniert hat: Er zeigt wie ein guter Chef die Big Five seiner Mitarbeiter kennt und aktiv hilft sie zu erreichen. Nicht als weiche Management-Theorie — sondern als echtes Führungsprinzip. Wer Menschen hilft ihr Leben zu leben bekommt loyale, motivierte, kreative Menschen zurück.
Aber noch interessanter ist was mit den Big Five selbst passiert im Laufe des Lebens.
Als Jugendlicher waren meine Big Five wahrscheinlich Geschwindigkeit, Freiheit, Abenteuer. Das Leben auskosten ohne Rücksicht auf Konsequenzen.
Heute — als Vater, als Unternehmer, als jemand der schon ein paar Narben trägt — sehen sie anders aus.
Ich möchte erleben wie meine Kinder erfolgreich werden. Wie das was ich ihnen beizubringen versuche — Eigenverantwortung, Finanzwissen, Mut eigene Wege zu gehen — tatsächlich trägt. Wie sie ihr Leben in die Hand nehmen.
Und ich möchte vor der Rente aus passivem Einkommen gut leben können. Nicht um aufzuhören zu arbeiten — sondern um nur noch das zu tun was mir wirklich Sinn macht.
Alles andere ergibt sich dann.
Das sind meine Big Five heute. Keine große Weltreise, kein Extremsport, kein Luxusleben. Zwei tiefe Wünsche — und die Erkenntnis dass Geld das Werkzeug ist um sie zu erreichen. Nicht das Ziel.
Die Verbindung zu Finanziell Frei
Als ich das Spiel konzipiert habe war der Lebenstraum-Gedanke von Anfang an dabei.
Nicht weil eine Million Euro das Ziel ist. Sondern weil jeder Spieler ein persönliches Ziel haben sollte das erklärt warum er die Million anstrebt. Schuldfreies Eigenheim. Bildungsfonds für die Kinder. Eigenes Unternehmen. Stiftung gründen. Gesund und frei mit 45.
Das sind keine zufälligen Spielmechaniken. Das sind Lebensfragen die jeder irgendwann stellen muss.
Wer im Spiel seinen Lebenstraum erreicht hat nicht nur eine Zahl auf dem Bildschirm geschafft. Er hat sich gefragt: Was will ich eigentlich? Und eine Antwort gefunden.
Das ist der Wert den kein reines Finanzspiel liefern kann.
Die eine Frage die alles verändert
Bevor du das nächste Mal über Investments nachdenkst — stell dir Streleckys Frage:
Warum bist du hier?
Was hängt an den Wänden deines Museums?
Wenn du das weißt ist die Frage wie du dorthin kommst viel einfacher zu beantworten. Und Geld — passives Einkommen, Immobilien, ETFs — wird zu dem was es sein sollte: Ein Werkzeug. Nicht das Ziel.
Den Lebenstraum spielerisch erkunden: finfreiapp.de
Theorie ist gut. Spielen ist besser.
Im Spiel weiterlernen